Region drängt auf Tunnel für Güterzüge

RNF-Diskussionsrunde zum politischen Schulterschluss in Sachen Trassenplanung im Großraum Mannheim. Es diskutieren Christian Specht ( Erster Bürgermeister Stadt Mannheim), Matthias Steffan (Erster Bürgermeister Stadt Schwetzingen), Gottfried Störmer (Bürgermeister Stadt Lampertheim), Christoph Trinemeier (Leitender Direktor Verband Region Rhein-Neckar). Moderation: Bert Siegelmann

Warnwesten-Alarm auf dem Acker

Lampertheimer Zeitung vom 23. September 2019

Von Meike Paul

Rund 3500 Demonstranten protestieren gegen „C-Variante“ der ICE-Neubautrasse

LAMPERTHEIM. Rote Luftballons als Symbol des Grauens: Nein, auf den Feldern Lampertheims war nicht Steven Kings Clown Pennywise unterwegs – hier sorgt vielmehr die Deusche Bahn für Grusel: Beim Protesttag der Bürgerinitiative Lampertheim (BILA) und ihren Unterstützern sollen die blutroten mit Helium gefüllten Kugeln daher den Verlauf der möglichen ICE-Trasse kennzeichnen.

Hunderte stellen sich gegen „C-Trasse“

Südhessen Morgen vom 23. September 2019

Von Kevin Schollmaier

LAMPERTHEIM. Die roten Heliumballons schweben fast schon bedrohlich über der Lampertheimer Heide. Sie markieren beim Protesttag der „Bürgerinitiative Lampertheim Lebensraum vor ICE-Trasse“ (Bila) den möglichen Verlauf der gefürchteten ICE-„C-Trasse“. „Wahnsinn, wie nah das an Neuschloß vorbeigeht“, sagt Jürgen Katzmarzik, der mit seiner Familie gekommen ist. Er wirkt schockiert. Vor Ort sieht eben alles noch einmal anders aus als auf dem Papier, sagt die Bürgerkammervorsitzende und Mitorganisatorin Carola Biehal. Einschneidend und bedrohlich wirkt die Vorstellung, eine ICE-Trasse könnte sich vom Biotop „Bruch“ bis nach Neuschloß über Felder und Bäume erstrecken.
Deshalb hat die Bila auch für den Sonntag erneut eine Protestaktion gegen den geplanten Teilabschnitt zwischen Lorsch und Mannheim auf der künftigen ICE-Neubaustrecke Frankfurt-Mannheim aufgerufen. Kritisiert wird von Landwirten und Bürgern vor allem, dass die mögliche Trasse eine diagonale Zerschneidung von Feld und Wald sowie eine Streckenführung unweit von Neuschloß mit sich bringen würde. Man sei nicht grundsätzlich gegen eine Neubaustrecke. Aber man fordere eine Variante, die deutlich nachhaltiger sei.

Nach dem Lichterzug im Wald folgt der Protest auf den Feldern

Südhessen Morgen vom 30. August 2019

Von Uwe Rauschelbach

LAMPERTHEIM. Im „Jahrhundertprojekt“, der lückenlosen Schienenverbindung zwischen Rotterdam und Genua, droht Lampertheim zum „großen Verlierer“ zu werden. So jedenfalls sieht es die Bürgerinitiative „Lebensraum vor ICE-Trasse“ in Lampertheim (Bila). Sie ruft deshalb, gemeinsam mit Lampertheimer Landwirten, zu einer weiteren Protestaktion auf. Deren Ziel ist es, eine „C“-Trasse, die den Lampertheimer Wald bei Neuschloß zerschneiden würde, zu verhindern.
Große Aufmerksamkeit war der Bürgerinitiative sicher, als sich im März ein Lichterzug durch den Wald bewegt hat – auf einem Weg, der parallel zur gedachten Zerschneidungstrasse verläuft. In der Abenddämmerung schufen Taschen- und Handy-Lampen von mehr als 2000 Demonstranten ein beeindruckendes Signal, das von einem Hubschrauber aus der Luft gefilmt und fotografiert wurde.