Erich Maier

Ich begrüße es außerordentlich, dass sich die Lampertheimerinnen und Lampertheimer in der BILA aktiv in die Diskussion um die ICE-Trasse Frankfurt/Main – Mannheim einbringen. Dies ist ein wertvoller Beitrag von bürgerschaftlichem Engagement.

Die ICE-Neubaustrecke wird für unsere Region viele Vorteile bringen. Von dem nahen Zugang zum Hochgeschwindigkeitsnetz der Bahn werden sowohl die Bürger an der Bergstraße als auch die regionale Wirtschaft enorm profitieren. Mit einer Realisierung der ICE-Strecke werden zugleich Trassenkapazitäten auf den bereits heute überlasteten Strecken der Ried- und der Main-Neckar-Bahn frei, was dem geplanten S-Bahn-Verkehr – und damit den Pendlern im Kreis Bergstraße – zugute kommt.

Die oberrheinische Tiefebene ist allerdings gekennzeichnet von einer hohen Besiedelungsdichte. Zugleich durchziehen viele Verkehrsadern mit regionaler und überregionaler Bedeutung – sowohl in Nord-Süd- als auch in Ost-West-Richtung - das Gebiet. Die Deutsche Bahn plant, die ICE-Neubaustrecke im Bereich der A 67 zu führen. Vor diesem Hintergrund ist es dringend geboten, Belastungen für Mensch, Natur und Umwelt zu vermeiden bzw. auf ein Mindestmaß zu reduzieren.

Die Ziele der BILA unterstütze ich daher gerne. Seit langem setze ich mich gegenüber der Deutschen Bahn AG und auf allen politischen Ebenen dafür ein, dass die Realisierung der ICE-Neubaustrecke mit einem bestmöglichen Lärm- und Umweltschutz einhergeht. Eine diagonale Trasse quer durch den Lorscher/Lampertheimer Wald lehne ich mit Nachdruck ab. Eine solche Trassenführung würde dem raumordnerischen Prinzip der Bündelung von Verkehrstrassen widersprechen und die Landschaft zerschneiden.

In diesem Sinne werde ich mich auch weiterhin für die Interessen der Bergsträßer Bürgerinnen und Bürger stark machen.

Dr. Michael Meister, MdB

Unterstützer seit 26. März 2009